So lernen Jugendliche digitale Praxis

Mit 35.000 Dollar unterstützt Howmet Aerospace Tital ein pädagogisches Projekt zur digitalen Berufsorientierung. Es läuft bei der Kolping-Bildungszentren Südwestfalen GmbH und richtet sich an Jugendliche im Übergang von Schule und Beruf.
Digitale Kompetenzen entscheiden heute mit über den Einstieg in eine Ausbildung. Viele Arbeitsabläufe, Anträge und Informationen laufen online. Wer hier unsicher ist, verliert Zeit und Chancen. Gleichzeitig zeigt die Praxis in Bildungsmaßnahmen: Vielen Jugendlichen fehlen genau diese Grundlagen.
Oft scheitert es schon am Zugang. Mancher hat keine passende Hardware. Andere nutzen nur ein Smartphone mit wenig Datenvolumen, das vor allem für Freizeit dient. Lebenspraktische Schritte bleiben dann liegen. Dazu zählen etwa die Orientierung mit digitalen Karten oder das Stellen von Anträgen. Auch Wissen über Datenschutz, den richtigen Umgang mit Social Media oder Fake News ist nicht selbstverständlich.
Eine Übungs-Homepage macht Leistung sichtbar
Die Teilnehmenden an den Standorten Arnsberg und Meschede können dank der Spende nun gezielt digitale Fähigkeiten für Ausbildung und Arbeit aufbauen. Im Mittelpunkt steht eine passwortgesicherte Übungs-Homepage. Die Jugendlichen gestalten, pflegen und erweitern sie selbst.
Bilder aus den Werkstätten und ein News-Bereich mit aktuellen Informationen zu Aktivitäten an beiden Standorten machen die Arbeit transparent. Gleichzeitig stärkt das die Jugendlichen, weil ihre Leistungen sichtbar werden.
Digitaler Marktplatz mit echtem Praxisbezug
Ein integrierter digitaler Marktplatz soll den Praxisbezug erhöhen. Die Jugendlichen übernehmen Verantwortung für reale Arbeitsprozesse. Dazu zählen Bestellungen für den Kiosk, die Gästebewirtung oder Aufgaben in Verwaltung und Materialausgabe.
So trainieren sie digitale Schlüsselkompetenzen und lernen zugleich wirtschaftliches Denken, Teamarbeit und Verlässlichkeit.
„Hirnfutter“ als Baustein für selbstständiges Lernen
Ein weiterer Bereich heißt „Hirnfutter“. Er soll selbstständiges Lernen fördern. Die Teilnehmenden können dort in E-Books stöbern, zum Beispiel zu Mathematik, Nachhaltigkeit, Bewerbung oder Berufsorientierung. Learning-Apps helfen, Wissen zu prüfen und zu vertiefen. So werden Medien-, Lese- und Lernkompetenzen gestärkt.
„Fit fürs Netz“ verbindet pädagogische Förderung mit digitaler Praxis. Das Projekt soll Jugendlichen helfen, sich sicherer in der Ausbildungs- und Arbeitswelt zu bewegen.
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