Die Agentur für Arbeit in Kooperation mit den Kolping-Bildungszentren Südwestfalen sorgen für Fachkräfte im HSK

Das neue Jahr fing für drei Auszubildende der Kolping-Bildungszentren erfolgreich an: Sie haben alle mit guten Ergebnissen ihre Gesellenprüfung bestanden!
Drei bestehen, drei starten durch
Dazu gehört unter anderem eine junge Frau, die ihre Ausbildung zur Fahrzeuglackiererin mit der Note „befriedigend“ bestanden hat. Sie hat im August 2023 ihre Ausbildung in Kooperation mit Bremer Automobiltechnik GmbH in Meschede begonnen und konnte aufgrund ihrer guten Noten und ihrer Leistungsbereitschaft die Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen. Nach bestandener Abschlussprüfung übt sie bereits eine Vollzeitstelle als Fahrzeuglackiererin aus.
Wenn der Start schwer ist, hilft das Modell BaE-Koop
Nicht immer ist der Weg in eine Ausbildungsstelle ganz problemlos. Viele der jungen Menschen, die eine geförderte Ausbildung beginnen, haben keine einfachen Startbedingungen. Belastende familiäre Situationen, Migrationshintergrund, unterbrochene Schulbiografien und ein individueller Förderbedarf haben zum Beispiel ihren bisherigen Bildungsweg erschwert. In unserem Bildungsgang erhalten sie deshalb eine enge fachliche und persönliche Begleitung sowie gezielte Unterstützung beim Lernen und in der Alltagsstruktur. So können sie Selbstvertrauen aufbauen und Schritt für Schritt eine berufliche Perspektive entwickeln und die Ausbildung erfolgreich abschließen.
So funktioniert die Kooperation: Betrieb plus Extra-Unterricht
Die Agentur für Arbeit (und in Einzelfällen auch das zuständige Job-Center) fördert die Auszubildenden in der Maßnahme BaE-Koop und die Kolping-Bildungszentren arbeiten dann mit verschiedenen Ausbildungsbetrieben im gesamten Hochsauerland, und auch teilweise über diese Grenzen hinaus, zusammen. Das bedeutet, die Kolping-Bildungszentren übernehmen alle Aufgaben eines Ausbildungsbetriebs und die unterschiedlichen Fachbetriebe bilden die jungen Menschen in der Fachpraxis aus. Dazu gehören Betriebe aus unterschiedlichen Bereichen, z. B. Verkauf, Lagerlogistik, KFZ, Friseur, Konditorei, Elektronik oder Büromanagement. Die Auszubildenden arbeiten die meiste Zeit im Betrieb, bekommen aber an einem Tag in der Woche von qualifiziertem Fachpersonal zusätzliche Hilfen zum Berufsschulunterricht (z. B. Hilfestellung bei Hausaufgaben, Lernen für Klassenarbeiten und die Prüfungsvorbereitung). Ebenso gibt es für jeden Auszubildenden eine sozialpädagogische Fachkraft, die zwei Stunden pro Woche mit Rat und Tat in allen Lebenslagen unterstützend zur Seite steht. In dieser Zeit finden individuelle Hilfen statt, unter anderem Einzelgespräche, soziale Kompetenztrainings, aber auch pädagogische Tage zu bestimmten Themen mit allen Auszubildenden dieser Ausbildungsform.
Durch diese zusätzliche Förderung schaffen die Auszubildenden dann ihre Gesellenprüfung und können im Anschluss eine Arbeitnehmertätigkeit aufnehmen. So ist es auch einem jungen Mann ergangen, der die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker in Kooperation mit HAS Antriebstechnik in Winterberg absolviert hat. Er hat am 26.1.26 bei der feierlichen Freisprechung im H1 am Hennesee seinen Gesellenbrief mit der Note „befriedigend“ erhalten und konnte dort am 27. Januar bereits seine Arbeitsstelle in Vollzeit aufnehmen.
Nach der Prüfung geht es weiter: Job, Anschluss, Perspektive
Für Juliette geht nach der bestandenen Prüfung zur Verkäuferin am 27.1.26 die Ausbildung weiter. Sie hat von der Agentur für Arbeit die Bewilligung erhalten, dass die Förderung bei ihr für ein weiteres Jahr besteht. Somit kann sie in ihrem Kooperationsbetrieb Deichmann in Korbach ihr 3.Lehrjahr zur Kauffrau im Einzelhandel absolvieren.
Wir gratulieren diesen jungen Leuten ganz herzlich zur bestandenen Prüfung und hoffen, dass auch die weiteren Auszubildenden der Kolping-Bildungszentren Südwestfalen ihre Prüfungen in diesem Jahr erfolgreich bestehen werden. Aktuell haben wir im HSK noch weitere 30 Auszubildende, die in der Maßnahme BaE Koop durch die Agentur für Arbeit diese Art der Förderung bekommen.
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