Alica Grotenhöfer leitet seit September 2024 die Kita St. Joseph in Ostwig, Rita Busch-Lagemann leitet seit Januar 2025 das Familienzentrum St. Nikolaus in Freienohl. Was dieser Wechsel für Kinder und Teams bedeutet.
„Jedes Kind hat nur eine einzige Chance auf eine schöne Kita-Zeit“, sagt Rita Busch-Lagemann. Die neue Leiterin im Familienzentrum St. Nikolaus möchte dafür sorgen, „dass jedes Kind am Ende seiner Kita-Zeit einen Rucksack voller schöner Erinnerungen im Gepäck hat.“
Zwischen Unsicherheit und neuen Chancen
Ein Leitungswechsel verunsichert zunächst die Kinder. „Sie sind es gewohnt, dass vertraute Bezugspersonen ihren Alltag strukturieren“, erklärt Renate Leifert, Regionalleitung der WIR-KITAs im Raum Meschede und Bestwig. Auch für die Teams bedeutet ein Wechsel Veränderung. Neue Ansätze und Erwartungen erfordern Anpassung und rufen anfangs oft Widerstände hervor.
Gleichzeitig bereichern frische Perspektiven den pädagogischen Alltag. Die 29-jährige Alica Grotenhöfer bringt „nicht nur jugendlichen Elan, sondern auch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und moderne pädagogische Ansätze mit“, betont Julia Reuther, ebenfalls Regionalleitung.
Rita Busch-Lagemann kennt ihre Einrichtung bereits aus Kindertagen. Nach Jahren im städtischen Kindergarten Wallen kehrt sie nun an ihre „alte Wirkungsstätte“ zurück – mit reicher Berufserfahrung im Gepäck.
Für einen gelungenen Wechsel müssen Kinder und Team aktiv einbezogen werden. „Regelmäßige Gespräche, klare Kommunikation und das Schaffen von Ritualen können dabei helfen, den Kindern die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen“, sagt Julia Reuther. Vertraute Bezugspersonen sollten als Stabilitätsanker präsent bleiben.
Im Team schafft Transparenz Vertrauen. Fortbildungen und gemeinsame Aktivitäten stärken den Zusammenhalt in Zeiten der Veränderung. Besonders wertvoll war die Übergangsphase in Ostwig, wo Grotenhöfer und ihre Vorgängerin Heidi Schmitten zeitweise gemeinsam arbeiteten. Diese Zeit signalisierte „Vertrautheit, Wertschätzung und Sicherheit“, wie Julia Reuther betont.
Neue Perspektiven statt alter Gewohnheiten
Das Team spielt eine Schlüsselrolle beim Führungswechsel. Die positive Gestaltung des Übergangs bietet nicht nur Sicherheit in der Veränderung, sondern auch die Chance, eingefahrene Pfade zu verlassen und Neues zu wagen.
Carl-Ferdinand Freiherr von Lüninck vom Kirchenvorstand sieht große Chancen: „Im Namen des Pastoralen Raums Meschede-Bestwig bedanken wir uns herzlich bei Heidi Schmitten und freuen uns gleichzeitig auf die Impulse der neuen Leitung.“
Auch Gerlinde Schmidt vom Kirchenvorstand Freienohl blickt optimistisch in die Zukunft: „Motivierte Menschen bringen immer auch neuen Wind mit und sorgen dafür, dass routinierte Prozesse neu durchdacht werden.“
Alica Grotenhöfer leitet WIR-KITA St. Joseph

Alica Grotenhöfer (30) leitet seit September 2024 die WIR-KITA St. Joseph in Ostwig. Die verheiratete Pädagogin aus Brunskappel bringt acht Jahre Erfahrung aus der WIR-KITA St. Marien in Hesborn mit. „Mir ist die enge Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder sehr wichtig“, betont sie. Bewegung und Naturpädagogik liegen ihr besonders am Herzen.
In der familiären Atmosphäre der Kita fühlt sie sich gut aufgenommen. Neben bewährten Schwerpunkten wie musischer Erziehung plant sie neue gemeinschaftsfördernde Projekte. Die katholische Prägung will sie durch Feste und religiöse Rituale im Alltag lebendig halten. „Ich wünsche mir eine ehrliche und humorvolle Zusammenarbeit mit meinem Team“, sagt Grotenhöfer.
Rita Busch-Lagemann kehrt zurück nach Freienohl

Rita Busch-Lagemann übernahm zum Jahresbeginn 2025 die Leitung des Familienzentrums St. Nikolaus in Freienohl. Die 49-jährige Mutter von vier Kindern lebt selbst in Freienohl und hat einen besonderen Bezug zur Einrichtung – sie besuchte den Kindergarten einst selbst als Kind.
Nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin 1999 sammelte sie Erfahrungen in verschiedenen Einrichtungen, zuletzt im städtischen Kindergarten Wallen. Zusätzlich qualifizierte sie sich in den Bereichen Sprachförderung, Integration und U3-Betreuung. Besonders wichtig sind ihr die Partizipation und der vertrauensvolle Austausch mit den Eltern. „Jedes Kind hat nur eine einzige Chance auf eine schöne Kita-Zeit“, betont die neue Leiterin, die in ihrer Freizeit kreativ arbeitet und gerne in der Natur unterwegs ist.
180 KITAs schließen sich zusammen
Die Kath. Kita gem. GmbH Hochsauerland-Waldeck hat sich mit den Kita gem. GmbHs Hellweg und Siegerland-Südsauerland zusammengeschlossen und firmiert nun unter dem Namen „WIR-KITAs gem. GmbH“. Diese Fusion wurde in einer Sitzung im Mescheder Kreishaus durch die Gesellschaftervertreter der 65 katholischen Kitas aus den Jugendamtsbezirken des Hochsauerlandkreises und der Städte Arnsberg, Sundern und Schmallenberg beschlossen. Darunter sind auch die elf katholischen WIR-KITAs aus dem Raum Meschede-Bestwig.
Der neue Zusammenschluss umfasst insgesamt 180 katholische Kitas mit 3.000 Mitarbeitenden, die über 11.000 Kinder auf einer Fläche von 7.200 Quadratkilometern betreuen. Der Sitz der neuen Gesellschaft bleibt weiterhin in Meschede. Es entsteht damit die größte KITA-Trägergesellschaft in der Region.
Wie finden Sie diesen Beitrag?